Eine Mandrakelinux Installation
Hallo Liebe Leser,
In meinem zweiten Artikel, nach dem "Sexy Desktop" Artikel, soll diesmal die Installation von Mandrakelinux 10.1 verdeutlicht werden und euch zeigen, wie einfach es sein kann, ein komplettes Betriebssystem neben oder anstatt Windows zu installieren. Falls ihr Verbesserungsvorschläge oder Fehler findet, sendet mir doch einfach eine Email. Eine immer aktuelle Version dieses Artikels findet ihr unter http://www.linjection.de/install_mandrake_artikel. Und nun viel Spass ;-)
Inhaltsverzeichnis
Als Erstes solltet ihr euch die aktuellste Version von Mandrakelinux besorgen. Dies könnt ihr auf verschiedene Weise erledigen.
1.1 Kauf eines Mandrakelinux-Paketes
Dies empfiehlt sich für absolute Anfänger, da sich in einer sogenannten "Boxed" Version auch Handbücher befinden, in denen gutes Anfänger-Wissen steht. Auch sollte Mann/Frau erwägen, falls schon früher eine Mandrakelinux-Version zum Einsatz kam, die gute Arbeit von Mandrakesoft zu würdigen und sich durch den Kauf einer offiziellen Mandrakelinux-Version entscheiden.
Es gibt genügend Quellen wo solche "Boxed" Mandrakelinux-Versionen zu bekommen sind. Hier mal zwei Anbieter:
| http://www.linux-onlineshop.de/ |
1.2 Download der Community-Version
Mandrakelinux ist auch frei erhältlich, jedoch nicht mit Handbüchern und ohne die kommerziellen Pakete (NVIDIA-Treiber, Plugins, etc). Hierzu müsst Ihr ein sogenanntes DVD oder CD "Image" herunterladen. Zu finden sind diese Images unter anderem hier:
Dort sollten wir erstmal einen Server in unserer Nähe auswählen. Darum wähle ich in meinem Fall den Server aus Deutschland/Esslingen.
ftp://ftp-stud.fht-esslingen.de/pub/Mirrors/Mandrakelinux/official/iso/10.1/i586 |
Hier sehen wir nun ein Verzeichnis mit einigen Dateien darin.

Wichtig für uns sind die Dateien mit der Endung ".iso". Hierbei müssen wir unterscheiden, ob wir CD oder DVD Images haben wollen. Um die CD Version von Mandrakelinux herunterzuladen, wählen wir die Links mit den roten Nummern 1-3 aus. Für die DVD Version wählen wir den Link mit der Nummer 4 aus.
2. Mandrakelinux auf CD/DVD brennen
Nachdem diese Dateien heruntergeladen wurden, brennen wir sie einfach auf CD oder DVD. Doch Vorsicht, nicht einfach die Datei auf CD/DVD brennen, sondern es gibt in den gängigen Brennprogrammen die Option zum Brennen von "Images". In diesem Fall, bei "Ahead Nero", ist die Option unter dem Menüpunkt Rekorder und dort klicken wir auf auf Image brennen. Im darauf folgenden Dialog müssen wir noch den ersten Teil (CD-1) der Mandrakelinux CDs oder das einzige DVD Image suchen. Dann wie gewohnt auf CD/DVD brennen klicken. Danach können wir mit demselben Verfahren auch die anderen 2 CDs (CD-2 und CD-3) noch brennen.

Nach erfolgreichem Brennen der CDs/DVD können wir somit weitermachen mit der Vorbereitung der Festplatte.
3. Freien Festplattenplatz schaffen
Um ein Betriebssystem zu installieren, sollte auf der Festplatte natürlich auch ein freier Bereich sein. Doch um mit der eigentlichen Partitionierung zu beginnen, ist es unbedingt erforderlich, die Festplatte oder die betroffenen Partitionen von Windows erstmal zu defragmentieren.
Das geht mit dem hauseigenen Tool von Windows. Dazu öffnen wir den Explorer und klicken auf Arbeitsplatz, so dass die Laufwerke auch zu sehen sind. Dann mit einem Rechtsklick auf das Laufwerk (in meinem Fall die H: Partition), von dem wir einen freien Bereich für die Linux Installation benötigen, und die Option Eigenschaften auswählen.

Im darauf folgenden Fenster wählen wir bei den Karteikarten Extras aus und klicken auf Jetzt defragmentieren.

Im Defragmentierungsprogramm angekommen, markieren wir nochmals die Festplattenpartition H: und klicken letztendlich auf die Schaltfläche Defragmentieren.

Nach einer Weile ist das Defragmentieren fertig und wir können dieses Programm wieder verlassen.
Fängt doch schon gut an :-)
Nun ist es bald vollbracht und wir können wirklich endlich anfangen, Linux zu installieren. Ganz allein und fast ohne Probleme ;-)
Einfach die CD-1 in das CD/DVD Laufwerk einlegen und den Rechner neu starten. Wenn nach kurzer Zeit nicht Mandrakelinux auf dem Bildschirm mit einer Frage auftaucht, stimmt was mit der Startreihenfolge der angeschlossenen Geräte nicht. Dann müssen wir hier weiter lesen. Die Glücklichen, bei denen es geklappt hat, lesen einfach im darauffolgenden Punkt 6. weiter.
Um von einer CD/DVD booten und somit Linux installieren zu können, muss im Bios des Rechners noch die Startreihenfolge gegebenenfalls geändert werden. Je nach Bios Version in eurem Rechner heissen die Einträge vielleicht etwas anders, aber es gibt diese Einstellungen sicher :-)
5.1 Laufwerkreihenfolge ändern
Die beiden Optionen im Bios sollten beispielsweise so geändert werden, dass als erstes die CD oder das DVD Laufwerk genannt ist:
| First Boot Device | CD | |
| Second Boot Device | Festplatte | |
| Third Boot Device | Netzwerk |
Falls ihr es nicht hinkriegt, fragt euren Experten, der euch zur Hand gehen kann, hehe.
So oder so ähnlich sollte es eingestellt werden. Der wichtigste Punkt ist, dass das CD- oder DVD-Laufwerk an erster Stelle in der Bootreihenfolge steht. Alles Andere ist für die Installation belanglos.
Einfach im Menü Europa und dann Deutsch auswählen. Und schon werdet ihr sehen, wie multilingual ein Linux-System sein kann! Oder frägt euch Windows beim installieren des Betriebssystemes nach der Sprache, eurer Heimatsprache? :-)
Mehr dazu vielleicht später einmal. Next klicken.

Diese Lizenz könnt ihr bedenkenlos akzeptieren. Ihr geht keinerlei Verpflichtungen ein ;-) Lest sie trotzdem einmal durch, so dass ihr einen Begriff von einer offenen Lizenz und deren Unterschiede zu einer Windows-Lizenz bekommt.
Aktzeptieren auswählen und auf weiter klicken.

Hier stellen wir von vornherein ein, welcher Tastatur-Typ an den PC angeschlossen ist. Deutschland (ohne Akzenttasten) auswählen und weiter klicken. Falls französische Akzenttasten benötigt werden, sollte hier einfach Deutschland ausgewählt werden.

Wie wir hier überraschenderweise feststellen, werden wir im Gegensatz zu einer Windows-Installation hier schon nach unserem eigenen Schutzbedürfnis für unsere Daten und den PC gefragt. Hier kann natürlich jeder für sich selbst die Entscheidung treffen. Wenn wir schon eine Linux-Installation machen, sollte man endlich die gewünschte Sicherheit von einem Betriebssystem bekommen, welche sich letztendlich viele von uns erhoffen.
Eine niedrigere Sicherheitsebene heisst hier aber natürlich nicht schlechter Schutz. Sondern eher, dass es bei einer Höherstellung der Sicherheitsebene mehr zu konfigurieren gibt. Also nur zu empfehlen, wenn Mann/Frau sich schon ein wenig in Mandrakelinux auskennt oder einen Server installieren möchte. ;-)
Somit wählen wir als "normaler" Benutzer die Sicherheitsebene Standard aus (da Desktop Installation) und klicken nun auf weiter.

Falls ihr unter Windows schon freien Platz geschaffen habt, dann lest im nächsten Punkt weiter. Falls ihr noch Platz schaffen müsst und das mit dem Mandrake Partitionierungsassistenten erledigen wollt, lest hier weiter.
Nun geht es ans Eingemachte. Bei mir erscheint diese Abfrage nach der Partitionierung, da sich auf meinem Rechner schon ein Mandrakelinux befunden hat. Bei euch könnte es ein wenig anders aussehen, muss aber nicht. Wir wählen hier Benutzerdefinierte Partitionierung aus und klicken auf weiter.

6.5.1 Grundlegendes zur Partitionierung
Linux braucht wenigstens 2 Partitionen.
Zum einen ist da die Swap Partition zu erwähnen, welche nichts anderes ist als die Auslagerungsdatei von Windows, jedoch mit einem entscheidenden Vorteil. Da hier die Auslagerungsdatei in einer seperaten Partition benutzt wird, gibt es einen Leistungsschub für Linux. Standardmässig ist bei Windows die Auslagerungsdatei unter C:\, also auf der gleichen Partition in welcher sich die Daten bei einer ganz normalen Windowsinstallation befinden, in der es nur eine Partition gibt.
Und zum anderen natürlich die eigentliche Partition, in der Linux seine Daten und Programme installiert.
Da wir aber auch einen Bootmanager (der euch beim Einschalten eures PCs eine Auswahl unter Linux oder Windows ermöglicht) in einer eigenen Partition haben wollen, brauchen wir noch eine sogenannte Boot Partition, in der sich der Bootmanager installiert.
Linux kann von Haus aus mit sehr vielen verschiedenen Dateisystemtypen umgehen. Es findet Windows/Linux Partitionen von ganz alleine. Diese Dateisystemtypen werden auch farblich im Partitionierungsprogramm hervorgehoben. Für unsere Installation brauchen wir 3 Dateisystemtypen:
1. Ext2 (Bootmanager)
2. Ext3 (Linux)
3. Swap (Auslagerungsdatei)
Wie wir diese Partitionen anlegen, erfahrt ihr jetzt.
Um nun den frisch freigewordenen Platz vom Defragmentieren von vorher auch wirklich nutzen zu können, muss das Laufwerk (Partition) nun aufgeteilt werden in 2 Bereiche. Zum Einen ist das der Datenteil von Windows (oder auch irgendeinem anderen Laufwerk/Partition) und zum anderen der nun noch zu erstellende freie Platz für die Linux-Installation.
Hier sehen wir, dass wir eine Festplatte mit einer Windows-Partition haben (gekennzeichnet durch das durchgängige Blau). Um nun die Partition zu verkleinern, klicken wir die zu verkleinernde Partition an und klicken Größe ändern.

Dies bringt uns ein Sicherheitsabfragefenster, das wir mit einem klicken auf OK bestättigen.

Im darauf folgenden Fenster können wir mit einem Schieberegler die aktuelle Partition von 29 GB Grösse auf ca. 2 GB schrumpfen lassen. Ich würde empfehlen, dass ihr euren freien Bereich einfach beispielsweise so berechnet (Alte Partitionsgrösse minus Benötigt für Linux = Neue Partitionsgrösse) und nicht irgendwie pauschal verkleinert:
| Alte Partitiongrösse | 29 GB | |
- |
Benötigt für Linux | 6GB oder mehr |
| Neue Partitionsgrösse | 23 GB | |
Nach einem klick auf OK beginnt die Umpartitionierung der Partition.

Nun sollte sich der blaue Balken verkleinert haben und ein weisser Bereich (der freie Bereich) sollte hinzugekommen sein. Nun können wir mit dem eigentlichen Partitionieren beginnen und die-Linux Partitionen anlegen.

So oder in der Art, etwa mit einer blauen Windowspartition (wie oben erwähnt) sieht nun eure Festplatte aus. Bei mir befindet sich der freie Platz der Festplatte ganz vorne, wird euch gezeigt durch die Farbe Weiss. Rot ist hier meine seperate Datenpartition, in welcher sich meine Eigenen Dateien befinden. Diese Partition müsst ihr aber nicht haben und sie ist auch für einen Anfänger nicht von Bedeutung bei der Installation. Also fahren wir fort und erstellen nun endlich die Partitionen.

6.5.2.1 Boot Partition (Bootmanager)
Dazu klicken wir auf den freien Bereich (Weiss hervorgehoben) und klicken auf Erzeugen.

In dem nun folgendem Fenster geben wir die folgenden Daten ein:
Grösse: ca. 30 MB |
|
| Dateisystemtyp: Linux Native | |
| Mountpoint: /boot |
Nun noch auf Erzeugen klicken und die Partition wird erstellt.
Jetzt sollte sich ein roter kleiner Balken in der Festplattenanzeige bemerkbar machen. Das ist nun eure gerade erstellte Boot Partition. Schön nicht, wie einfach :-)

6.5.2.2 Swap Partition (Auslagerungsdatei)
Um die Swap Partition zu erstellen gehen wir nach dem gleichen Vorgehen vor. Wir klicken wieder in den freien Bereich der Festplatte und klicken auf Erzeugen.

Doch nun müssen wir folgende Daten eingeben:
Grösse: ca. 512 MB (da ich 512 MB Ram habe) |
|
| Dateisystemtyp: Linux Swap | |
| wird demarkiert |
Nun noch auf Erzeugen klicken und eure 2. Partition wird erstellt.
Jetzt sollte sich ein grüner Balken in der Festplattenanzeige bemerkbar machen. Das ist nun eure gerade erstellte Swap Partition.

6.5.2.3 Root Partition (Linuxdaten)
Gleiches Vorgehen. Wir klicken wieder in den freien Bereich der Festplatte und klicken Erzeugen.

Doch nun müssen wir folgende Daten eingeben:
Grösse: Den Schieberiegel ganz nach rechts (Rest der Festplatte benutzen) |
|
| Dateisystemtyp: Ext3 | |
| Mountpoint: / |
Nun noch auf Erzeugen klicken und eure 3. Partition und somit die letzte wird erstellt. Ein abschliessender klick auf Fertig beendet die Partitionierung und startet das tatsächliche Anlegen und Formatieren der Partitionen.
Mandrakelinux gibt eine grobe Vorauswahl in sogennanten Paketgruppen an. Das ist nichts anderes als Oberbegriffe für Programme.
Beispiel: Unter Büro-Arbeitsplatz verbergen sich die Programme OpenOffice, Texteditoren, uvm.
So ist es mit nur ein paar Klicks möglich, seine gewünschten Bedürfnisse im groben abzudecken.
Hervorheben möchte ich den Punkt Entwicklung. Diesen habe ich aktiviert, da dieser Artikel die Basis für den schon geschriebenen "Sexy Desktop Artikel" sein wird. Aus diesem Grund und falls ihr auch mal ein Programm später selber kompilieren möchtet, solltet ihr den Punkt Entwicklung mit installieren. Das sind ca. 500 MB mehr Daten, aber bei den grossen Festplatten heutzutage sollte diese nicht mehr ins Gewicht fallen.

Anmerkung:
Bevor wir nun auf Weiter klicken und die Installation starten, solltet ihr euch vielleicht noch etwas zu Trinken holen oder gar die Toilette aufsuchen. Denn während der Installation werdet ihr mit nützlichen Informationen über Open Source und Mandrakelinux vertraut gemacht. Es ist also sehr interessant für einen Anfänger ;-)
Weiter klicken.
Einfach lesen und sich freuen, dass wir nun schon soweit gekommen sind und sich Linux auf dem Rechner installiert :-)
Wenn ihr von der DVD gebootet habt, braucht ihr nur noch das alles zu lesen was auf dem Bildschirm steht. Falls ihr von den vorher gebrannten/gekauften CDs bootet, werdet ihr ab und zu zum Einlegen einer anderen CD aufgefordert. Aber das kriegt ihr wohl ohne meine Hilfe hin ;-)
Es sei hier ausdrücklich Lob an euch auszusprechen. Das habt ihr sehr gut gemacht!

Nach einer Weile des Installierens und neuen Erfahrungen werdet ihr aufgefordert, das Root Passwort einzugeben. Dieses Passwort ist das wichtigste Passwort. Denn das ist das Administrator Passwort (Unter Linux heisst dieser Benutzer Root, quasi die Wurzel). Bitte wählt deshalb ein gutes Passwort aus.
Beispiel für eine gut merkbares Passwort:
A12.July1976biiGg.
Am 12. July 1976 bin ich in Göppingen geboren.
So können wir uns gute Eselsbrücken schaffen und die Passwörter haben einen höheren Sicherheitsstandard.
Tip:
Die Passwörter bitte nicht auf Zettel oder gar unter die Tastatur schreiben, denn das wäre äusserst fahrlässig.
Nach zweimaligem Eingeben des Root-Passworts auf Weiter klicken.

Nun werdet ihr noch aufgefordert, einen Benutzer einzurichten. Das ist dann der Benutzer mit dem ihr unter Linux standardmässig arbeiten werdet. Denn als Root sollte niemand von Haus aus arbeiten. Nach Eingabe des gewünschten Login Namens und des Passwortes könnt ihr durch Klick auf das viereckige Symbol noch ein Bildchen für euren Benutzer auswählen. Ein sehr schönes Gimmick von Mandrake ;-)
Haben wir das alles gemacht klicken wir wieder auf Weiter.

6.9 Automatische Anmeldung und Grafische Oberfläche
Hier haben wir die Möglichkeit dass Linux gleich auf den Desktop bootet und sich mit dem Standard Benutzer (in meinem Fall der Benutzer Linjection) automatisch am System anmeldet. Das hat den Vorteil, das wir uns nicht zuerst mit Username und Passwort in Linux anmelden müssen um mit Linux und KDE arbeiten zu können. Beherbergt aber natürlich ein Sicherheitsrisiko, da Personen die direkten Zugriff auf euren PC haben, somit ohne Probleme an eure Daten kommen. Sie brauchen den PC ja nur einschalten und kommen so in die grafische Oberfläche ;-)
Ich möchte keine Anmeldung am System (falscher Screenshot ;-)), darum klicke ich ganz einfach auf Weiter. Ihr solltet diese Möglichkeit aber abwählen, da es eine imenses Sicherheitsproblem ist.

6.10 Den Bootmanager installieren
Um die Auswahlmöglichkeit beim Einschalten des PCs zu haben, welches Betriebssystem (Linux oder Windows) ihr starten möchtet, solltet ihr den Bootmanager in den Ersten Sektor der Platte schreiben. Linux bemerkt ob ihr ein weiteres Betriebssystem installiert habt und integriert dieses System dann auch automatisch in den Bootmanager.
Weiter klicken.

Im nächsten Fenster können wir nun die groben Systemeinstellungen vornehmen. Hierbei möchte ich nur die Einstellungen des Netzwerkes und der Firewall erklären.
Um nun das Netzwerk zu konfigurieren, klicken wir auf die Schaltfläche Konfigurieren hinter Netzwerk & Lan.

Da sich mein PC hinter einem sogenannten Router befindet, wähle ich bei der Auswahl der Verbindung LAN-Verbindung aus und klicke auf weiter.
Tip:
Falls der Computer direkt mit dem DSL-Modem verbunden ist, müssten wir hier ADSL-Verbindung auswählen und die zugehörigen Fragen bei dem Konfigurationswizard beantworten.
Oder ihr habt in dem PC/Laptop eine Wireless LAN Karte stecken, dann müsstet ihr.... Na, was müsstet ihr wohl auswählen?
Ja, genau! Den Punkt Wireless Verbindung ;-)

Nun präsentiert uns Mandrakelinux eine Auswahl an gefundenen Netzwerkschnittstellen. Hierbei wählen wir die Schnittstelle eth0 aus, da sie nicht mit IEEE beginnt (wie das Device eth1). Denn das ist die Firewire Schnittstelle, mit der auch eine Art Netzwerk aufgebaut werden kann. Haben wir eth0 ausgewählt, können wir auf weiter klicken.

Da Mandrakelinux die Netzwerkkarte von Haus aus mit DHCP konfiguriert, könnten wir eigentlich getrost Nein auswählen. Doch damit wollen wir uns nicht zufrieden geben und wählen somit Ja aus und klicken auf weiter, da wir selbst einmal die Netzwerkkarte unter Linux mit DHCP versehen möchten.

Da ich hinter einem Router mit DHCP Server sitze, wähle ich hierbei Automatische IP (DHCP) aus und klicke auf weiter. Falls ihr keinen DHCP Server in eurem Router aktiviert habt, oder es befindet sich gar kein DHCP Server im Router, dann wählt hierbei Manuelle Konfiguration aus und gebt die benötigten Daten für eine manuelle Konfiguration ein.

Im neuen Fenster können wir nun noch ein paar Optionen einschalten, wie zum Beispiel Netzwerkkarten-ID überwachen, falls es sich um ein Laptop handeln würde. Wir wählen in diesem Fall nichts aus und klicken einfach auf weiter.

Hier schreibe ich meinen Rechnernamen hinein, wie er dann im Netzwerk erscheinen soll. Es ist nicht erforderlich hier etwas einzutragen und wir können nun auf weiter klicken.

Ebenfalls auch hier könnt ihr etwas eintragen, müsst es aber nicht. Weiter klicken.

Wenn nun alles geklappt hat und die eingegebenen Daten korrekt waren, erscheint ein Herzlichen Glückwunsch Kommentar von Mandrakelinux. Dies bedeutet mit den eingegebenen Daten konnte Manrdrakelinux eine Netzwerkverbindung aufbauen. Da es geklappt hat, klicken wir auf Assistent beenden.
Falls hierbei etwas schief geht, könnt ihr auch nochmal zurück und die Einstellungen kontrollieren/verbessern, indem ihr auf die Schaltfläche zurück klickt.

Da wir ein sichereres Betriebssystem haben möchten als der Vorgänger ;-), wählen wir mit einem Klick auf den Punkt Firewall konfigurieren aus.

Hierbei klicken wir Alles (Keine Firewall) einmal an (entfernen damit das Kreuzchen) und hätten nun damit die Firewall eingeschaltet.

Da ich gegebenenfalls auch möchte, dass mir jemand über das Internet bei massiven Problemen helfen kann, also Hilfe von Mandrakelinux Usern beispielsweise, oder ich später einmal in einem weiteren Artikel die Fernadministration/Serverfunktionalitäten benutzen möchten, wählen wir hier mit einem Klick auf SSH-Server (Port 22) aus und öffnen diesen Port für Verbindungen von ausserhalb. Es ist aber nicht erforderlich das ihr den Port auf macht. Was müssten wir aktivieren, wenn wir auf diesem PC einen Webserver laufen lassen und diesen im Netzwerk verfügbar machen wollen? Richtig, den Punkt Webserver ;-)
Tip:
Falls ihr einen Router, wie in meinem Fall, benutzt, solltet ihr dann später noch ggf. einen sogenannten Portforward machen, um auch wirklich dann vom Internet auf euren Rechner zugreifen zu können.

Da sich eine Firewall immer hinter/vor eine Netzwerkkarte anhängt, wählen wir hier nochmals unsere Netzwerkkarte eth0 aus und klicken auf weiter.
Vorsicht: Hier nicht das falsche Netz-Gerät auswählen, sonst würde die Firewall an einem falschen Gerät fungieren (beispielsweise am Firewireanschluss).

6.12 Installation abschliessen
In der darauf folgenden Frage, ob wir Aktualisierungen vornehmen möchten, wählen wir Nein aus und klicken auf weiter. Nun können wir die CD/DVD aus dem Laufwerk holen und auf den Button Neustart klicken.
Bei einem Neustart oder einschalten des PCs, solltet ihr nach kurzer Zeit eine Auswahlmöglichkeit von Betriebssystemen haben (Linux/Windows). Standardmässig ist Linux im Bootmanager eingestellt. Wenn wir keine Änderungen jetzt vornehmen, startet endlich euer Linux und beginnt zu booten. Nach einer Weile sollte sich euer Mandrakelinux in diesem oder ähnlichem Gewandt zeigen:

Hilfe bekommt ihr bei Fragen auf Mandrakeuser.de
Genauere Informationen bezüglich der Installation findet ihr auf http://www.mandrakelinux.com/de/fdoc.php3
Ich hoffe ihr seid soweit gekommen mit der Installation und erfreut euch nun über euer eigens installiertes Mandrakelinux System. Nun habt ihr die Gelegenheit euch gegenseitig kennenzulernen, welche ihr natürlich auch nutzen solltet. Einfach auf das Sternsymbol in der Taskleiste klicken und sich durch die Menüauswahl hangeln und beispielsweise OpenOffice starten. Ja, richtig gelesen. OpenOffice ist durch unsere vorherige Auswahl bei den Softwarepaketen schon installiert worden. Und nicht nur das. Aber lasst euch überraschen, welche Softwarevielfalt sich bei einem Standard Mandrakelinux Betriebssytem schon auf eurem PC befindet.
Falls ihr nun Interesse habt, euren Desktop noch zu verschönern, kann ich euch meinen 1. Artikel warm ans Herz legen. In diesem Artikel beschreibe ich, wie ihr von einem Standard KDE Desktop auf einen "Sexy Desktop" wie diesen hier kommt.
Zum Sexy Desktop Artikel geht es hier: www.linjection.de/sexy_desktop_artikel
Viel Spass noch und ich hoffe der Artikel hat euch gefallen.
Euer
Linjection
V0.1 Erste Fassung des Artikels
Wobo von mandrakeuser.de
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